www.parkinson.hexal.deAlternative Therapieverfahren bei Morbus Parkinson
Akupunktur, Homöopathie, Biochemie und andere Verfahren
Wie für viele andere Erkrankungen werden neben der "Schulmedizin" auch eine Vielzahl an sogenannten "alternativen Therapieverfahren" angewendet. Einige Verfahren haben durchaus einen unterstützenden Effekt, viele sind jedoch wirkungslos oder sogar schädlich.
Die vom Arzt verordneten Medikamente plötzlich auf eigene Faust abzusetzen und sich völlig auf alternativen Therapieverfahren zu verlassen kann gefährlich sein. Eine schwere Bewegungsstarre kann die Folge sein.
Magnetstimulation
Eine sehr interessante Therapie ist die Magnetstimulation. Dieses Verfahren befindet sich allerdings noch in der Erprobungsphase. Der Arzt erzeugt dabei am Kopf des Patienten Magnetfelder. Erste Ergebnisse zeigen einen, wenn auch nur schwachen, Effekt auf die Symptomatik.
Es müssen verschiedene Stimulationsverfahren unterschieden werden: während eine Stimulation mit niedrigen Frequenzen höchstwahrscheinlich wirkungslos sind, werden mit der hochfrequenten "repetitiven transkraniellen Magnetstimulation (rTMS)" durchaus Erfolge erzielt. Die rTMS wird auch bei anderen Erkrankungen, z. B. Depressionen angewandt und ist meist sehr gut verträglich. Durchgeführt wird die Magnetstimulation von spezialisierten Ärzten und Kliniken.
Akupunktur / Homöopathie / Biochemie nach Dr. Schüssler
Sowohl Akupunktur als auch Homöopathie und Biochemie nach Dr. Schüssler haben nachweislich keinen Effekt bei Morbus Parkinson.
Vereinzelt wird von kleinen, positiven Effekten dieser Therapieverfahren berichtet, die jedoch genauso durch die Zuwendung des Therapeuten erklärt werden können.
Massagen
Die klassische Massage ist sehr gut geeignet, Muskelverspannungen zu lockern. Sie hat ohne Zweifel einen wichtigen Stellenwert in der Behandlung von Erkrankungen der Muskulatur und der Gelenke.
Die Parkinson-Erkrankung ist jedoch eine Bewegungsstörung, deren Ursache eine Nervenschädigung und keine Gelenk- oder Muskelerkrankung ist. Eine Massage mag kurzfristig eine angenehme Wirkung haben, aber es ist auf jeden Fall sinnvoller, aktive Entspannungstechniken und Bewegungsübungen anzuwenden. (siehe "Entspannungstherapie und Atemtherapie" und "Physiotherapie")




